Modellprojekt Starke Lehrer - starke Schüler

Bei „Starke Lehrer – starke Schüler“ handelt es sich um ein Modellprojekt zur Förderung pädagogischer Handlungskompetenz in der Auseinandersetzung mit antidemokratischen Positionen an niedersächsischen Schulen.

Studien warnen bereits seit Jahren vor der zunehmenden Verbreitung rechtspopulistischer und rechtsextremer Ansichten in Deutschland. Auch Lehrkräfte sehen sich mit einer Diversifizierung der Erscheinungsformen rechtsextremer Positionen konfrontiert. Die Äußerungen und Verhaltensweisen rechtsaffiner Schüler können daher große Herausforderungen und Belastungen für Lehrerinnen und Lehrer darstellen.

Genau hier setzt das Projekt „Starke Lehrer – starke Schüler“ an. Es sieht die Lehrerinnen und Lehrer als entscheidende Akteure für eine demokratische Schul- und Unterrichtsentwicklung an und möchte sie für den Umgang mit rechtsextremen und antidemokratischen Herausforderungen fit machen.

Durch einen Prozess langfristig und kooperativ angelegter Fortbildungsveranstaltungen sollen Lehrkräfte passgenaue situative Hilfestellungen für den schulischen Alltag erhalten. Auf diese Weise werden Lehrerinnen und Lehrer direkt in ihrem Handeln gestärkt und professionalisieren sich, um Handlungssicherheit im Umgang mit rechtsextremen und diskriminierenden  Einstellungen in der Schule zu erlangen. Im Mittelpunkt stehen ein mehrjähriges Coaching und eine Prozessbegleitung in der Umsetzung von Strategien.

Ziel des Projektes ist es insofern nicht nur, differenzierte Informationen über moderne Ausprägungen rechtsextremer Jugendkultur und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit für Lehrkräfte bereitzustellen, sondern eine kontinuierliche Begleitung auf Augenhöhe zu gewährleisten. Diese Begleitung von Lehrerinnen und Lehrern wird durch eine gemeinsame Planung, Durchführung und Reflexion von Verhaltens- und Reaktionsstrategien am Beispiel der eigenen Schule, der eigenen Klasse und des eigenen Fachunterrichts gewährleistet.

Das Projekt wird von der Leibniz Universität Hannover geleitet und von der Robert-Bosch-Stiftung und dem Niedersächsischen Kultusministerium finanziert sowie vom NLQ mit umgesetzt.

 

Letzte Änderung: 12.06.2020

Drucken
zum Seitenanfang