Katholische Religion im Gymnasium (Sek I)

In der modernen pluralen Gesellschaft ist religiöse Bildung in der Schule ein unverzichtbarer Faktor allgemeiner und individueller Bildung. Ausgehend von der Grundannahme einer transzendenten Dimension der Wirklichkeit konfrontiert der Religionsunterricht die Heranwachsenden mit der Erfahrung des Unbedingten, mit dem, worüber der Mensch nicht verfügen kann, demgegenüber er aber herausgefordert ist, sich zu verhalten. Christliche Anthropologie deutet den „Horizont des Menschseins“ und die „Erfahrung des Unbedingten“ als Offenheit des Menschen auf einen personalen Gott hin. Das Zentrum eines jeden christlichen Religionsunterrichts bildet deshalb die Auseinandersetzung mit der biblischen und kirchlichen Gottesbotschaft vor dem Hintergrund der je eigenen Wirklichkeitserfahrung und Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler.

Über diese grundlegende pädagogische Bedeutung hinaus kommt dem Religionsunterricht im Kontext schulischer Allgemeinbildung auch ein materialer Bildungswert zu, der in dem kulturgeschichtlichen Wissen seiner Unterrichtsinhalte besteht. Der Religionsunterricht macht den jungen Menschen vertraut mit Religionen, vor allem mit dem Christentum, das in seinen verschiedenen Konfessionen zu unseren prägenden geistigen Überlieferungen gehört.

 

Quelle: Kerncurriculum Kath. Religion für das Gymnasium Schuljahrgänge 5 – 10

 

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