Foto und Film im Dienst des Sozialismus

Film im Dienst des Kommunismus

Die Revolution wurde schon in den 20er Jahren mythologisiert. Man begann die Geschichte umzuschreiben, andere Akteure einzusetzen und dieses Geschichtsbild auch filmisch in Szene zu setzen. Die Bolschewiki hatten bald das neue Massenmedium Film als ein wirkungsvolles Mittel der politischen Agitation begriffen. Am 27. August 1919 unterzeichneten sie das Dekret über die Nationalisierung der Filmindustrie in Russland. In der Folge entstanden weltberühmte Filme wie Sergej Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin", Wsewold Pudowskis "Mutter" und Alexander Dowshenkos "Erde", die in poetischen Bildern gesellschaftsrevolutionäre Themen verbreiteten.

Der Revolutionsfilm

Der Revolutionsfilm „Oktober“ von 1928, den der Regisseur Sergej Eisenstein auf Geheiß der Partei immer wieder umschreiben und neu schneiden musste, zeigt die Erstürmung des Winterpalais als Volksrevolution. Standbilder des berühmten Filmes wurden später als historische Aufnahmen in den Revolutionsmuseen der UdSSR präsentiert.

Realität und Retusche

Dagegen wurden auf historischen Fotografien in Ungnade gefallene Kommunisten wegretuschiert. Dabei bedienten sich die Bildbearbeiter bereits gängiger Verfahren. Schufen sie so aber auch Vorbilder für die Gegenwart? Die Auseinandersetzung mit den sozialistisch angepassten Fotos kann den Blick schärfen für die Bildmanipulationen, von denen wir in unser digitalisierten Gegenwart umgeben sind.

 

 

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Bildrechte: Panzerkreuzer Potemkin, Original Kinoplakat (wikimedia commons CC0)

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