Ökologische Aspekte

Buschwindröschen sind Pflanzen mit einem hohen Lichtbedarf. Sie wachsen am Waldboden von Buchenwäldern. Hier ist es im Sommer allerdings extrem schattig... 
 
Schon lange bevor die Buchen im Frühjahr ihr Laub entwickeln, blühen die Buschwindröschen. Wird es im Juni schattig am Waldboden, sind sie bereits verschwunden. Buschwindröschen sind als Frühblüher perfekt an die Lichtverhältnisse an ihrem Standort angepasst - sie besetzen eine besondere ökologische Nische. 
 
In der kurzen Vegetationszeit entwickeln sich Blätter und Blüten, Samen reifen und durch Fotosynthese entstandene Nährstoffe werden in unterirdischen Pflanzenteilen gespeichert. Die eingelagerten Reservestoffe ermöglichen ein schnelles Austreiben der Pflanze im nächsten Frühjahr auch bei noch kühler Witterung.
 
Buschwindröschen wachsen nur dort, wo pH-Wert und Wassergehalt des Bodens es zulassen. Sie stehen in Konkurrenz zu anderen Frühblühern der Krautschicht und mit waldbewohnenden Tieren in Räuber-Beute-Beziehungen. Auch blütenbestäubende Insekten sind von Bedeutung. Alle diese Umweltfaktoren kennzeichnen zusammen die ökologische Nische der Buschwindröschen.
 
Buschwindröschen gelten als Zeigerpflanzen für einen frischen Boden, sie sind also Bioindikatoren für Böden, die weder nass noch trocken sind.

 

Inhaltsbezogene Kompetenzen

 
Die Schülerinnen und Schüler…
  • erläutern die ökologische Nische als Gesamtheit der beanspruchten Umweltfaktoren einer Art.
  • erläutern die Angepasstheit von Populationen (r- und k-selektierte Fortpflanzungsstrategien)*.
  • beschreiben Biodiversität auf verschiedenen Systemebenen (genetische Variabilität, Artenvielfalt, Ökosystemvielfalt).

Quelle: Kerncurriculum für die Qualifikationsstufe in Niedersachsen 

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